Gedichte / Poems -> Ostergedichte


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Am Ostermorgen

Am Ostermorgen schwang die Lerche
sich auf aus irdischem Gebiet
und, schwebend überm stillen Pferche
der Hirten, sang sie dieses Lied:
Erwacht! Die Nacht entflieht.
Das Licht zerbricht
die Macht der Nacht;
erwacht ihr Lämmer all, erwacht,
auf feuchtem Rasen kniet!

Es ward von einem Osterlamme
getan für alle Welt genug,
das blutend an dem Kreuzesstamme
die Schuld der ganzen Herde trug.
Des Sieges Stunde schlug!
Das Grab, es gab
den Raub vom Staub
zurück; nun weidet grünes Laub,
ihr Lämmer fromm und klug!

Der Baum des Lebens, fluchbeladen,
stand abgestorben, dürr und tot.
Des Lammes Blut ihn mußte baden;
nun wird es blühend rosenrot.
Gewendet ist die Not!
O seht, her geht
der Hirt, der wird
die Herde weiden unverirrt
im neuen Morgenrot

Aprilwetter in der Osterwoche

Morgens durch das Fenster schaute,
Draußen sich noch alles graute.
Die Betrübnis mich erfaßte
Die mir so gar nicht passte.

Tief bewegt, weil darüber angeregt
Schrieb ich, was mich ans Fenster bewegt.
Ein Schneeschauer, der ans Fenster klopfte
Auch über Mauern und Gärten tobte.

Dann die Sonne zwischen dunklen Wolken
Hervorsticht überraschend ganz schnell
Verwandelt alles Grau in herrliches Licht
Die Vöglein, jetzt tanzen im Sonnenlicht

Plötzlich ganz stürmisch der Wind
Rüttelt an Baum und Gebüsch
Sein Gesang hat verschiedene Töne

Der Himmel in Blau wechselt ins Grau
Dann ganz Dunkel ein Wetter aufzieht
Mit Schneegestöber über uns zieht

Nun wechselt das Wetter gar schnell
Bringt Sonne, Schnee und auch Regen
Und von ganz oben den Segen

Das heilige Mahl

Als das letzte Mahl zu Ende,
Nimmt der Heiland Brot und Wein
In die segensvollen Hände,
Weiht sie zum Genusse eine.

Mark der Erde, Brot zum Leben,
Wein, des Himmelstrahles Kind,
Will er opfern, will er geben
Hin den Seinen, die er nimmt.

Wie in Dir, o Herr, sich einet
Erd`und Himmel wunderbar,
In den Gaben auch erscheinet
Erd`und Himmel tief und klar.

„Nehmet hin: mein Leib geworden
Ist das Brot, mein Blut der Wein!
Opfert sie an allen Orten
Unter der Gestalten Schein!”

Heil´ges Opfer, Mahl der Gnaden,
D`rin der Herr sich selber gibt—
Kommet, Alle sind geladen,
Alle ja der Spender liebt!

Fand der Stolz im alten Eden
für den Lebensbaum den Tod,
Wird der Demut hier gegeben
Ew`gen Lebens Morgenrot.

Kommt, o kommt von allen Wegen,
Kranke, Arme ohne Zahl,
Fluchbeladene zum Segen,
Kommt, o kommt zum Liebesmahl!

DAS OSTEREI

Hei, juchhei! Kommt herbei !
Suchen wir das Osterei !
Immerfort, hier und dort
und an jedem Ort !

Ist es noch so gut versteckt,
endlich wird es doch entdeckt.
Hier ein Ei ! Dort ein Ei !
Bald sind's zwei und drei !

Wer nicht blind, der gewinnt
einen schönen Fund geschwind.
Eier blau, rot und grau
kommen bald zur Schau.

Und ich sag's, es bleibt dabei,
gern such ich ein Osterei :
Zu gering ist kein Ding,
selbst kein Pfifferling.

Das seltsame Osterhuhn

Zu Ostern hüpft ein Huhn durch’s Gras
es hat zwei lange Lüffel
es schnattert nicht, es gackert nicht
es schnieft nur mit Gemüffel.

Dies Huhn, es legt die Eier bunt
nicht braun, nicht weiss, nicht fleckig
nicht eckig, nein oval und rund
doch manchmal echt buntscheckig.

Es legt verstreut die Eier aus
und ist ein Schalk mitnichten
versteckt Eier in und um das Haus
um dann schnell zu flüchten.

Statt Schnabel trägt ‚nen Bart dies Tier
statt Federn hat’s ein Fell
statt zwei Beinen hat es vier
und läuft damit ganz schnell.

Dies’ Osterhuhn macht „schnüffel-schnüffel“
im Gras gibt’s mächtig Gas
statt gackern macht es „müffel-müffel“
es ist ??????? der Osterhas’ !

Der alte Hasenvater

Der alte Hasenvater,
der stets ein guter Berater,
betonte recht laut:

„Nun werden Osternester gebaut.
Keiner wird spielen oder bummeln,
sondern sich einwenig tummeln,
im Kalender stehen die Ostertage,
deshalb ich deutlich sage,
säubert eure Pinsel alle,
die werden gebraucht in jedem Falle,
holt zum schmücken bunte Farben,
die wir im Ostermalhaus haben,
zunächst jedoch rupft mit Gefühl,
Unmengen saftige Gräser viel,
zupft weiche Moose für Nestermulden,
Schlamperei werd ich nicht dulden.”

Die Hasen wollten keine Zeit verlieren,
sie miteinander eifrig debattieren,
besprachen gemeinsam rasch,
was bringt besonderen Spaß.

Einige rannten geschwind danach,
zum wunderschönen Wiesenbach,
holten die allerbesten Gräser,
für vorgesehene Osternäster.

Hasenkinder ins Wäldchen gingen,
um weiche Moossorten zu bringen,
die als Nestpolsterung war gedacht —
sie haben es wunderbar gemacht.

Der alte Hasenvater zeigte nebenbei,
wie aussehen soll ein bemaltes Ei,
jeder Hase gab beim Pinsel das Beste —
schafften ihre Arbeit zum Osterfeste.

bitte helfen Sie Familien, die Hunger leiden

Der Osterspaziergang
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche

durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend nur,
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur;
aber die Sonne duldet kein Weißes:
überall regt sich Bildung und Streben,

alles will sie mit Farben beleben;
doch an Blumen fehlt's im Revier,
sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern;
sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden,
aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbebanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Straßen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! Wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluß, in Breit' und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und bis zum Sinken überladen
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
hier ist des Volkes wahrer Himmel,
zufrieden jauchzet groß und klein.
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

Die fleißigen Osterhasen

Die fleißigen Osterhasen
Ein paar Wochen bis zum Fest !
Osterhasen, regt die Pfötchen!
Schon beim Frühlingsputz im Haus
helfen hier die Hasenmädchen.

Und das kleine Schwesterlein
darf das Hasenbaby hüten,
spielt mit ihm im Sonnenschein
auf der Wiese voller Blüten.

Butter, Zucker, Milch und Mehl, -
dann den Teig recht kräftig rühren!
Wenn der Kuchen fertig ist,
muß man ihn noch schön verzieren.

Fleißig sitzt der Hasenbub
in der Werkstatt viele Stunden.
Jedes Ei wird hübsch bemalt
und mit Schleifen eingebunden.

Fertig! Aus dem Hasenhaus
müssen rasch die Jungen eilen,
um die Ostereierpracht
an die Kinder zu verteilen.

Wenn die Ostersonne lacht,
sucht nur gut in Gras und Hecken,
und ihr werdet ganz bestimmt
manches bunte Nest entdecken!

Die Ostereier

Wer sitzt im hohen Grase ?
Es ist die Familie Hase.
Der alte Vater Muckel
mit seinem krummen Buckel,
er schleppt die Körbe mit Eier,
wie jedes Jahr zur Osterfeier.

Mutter Hase mit der Schürze,
rührt die bunte Farbenwürze,
viele Farben - man glaubt es kaum,
stehen unter dem Wacholderbaum.

Der schlanke Hase Mümmelmann,
wohnt im Garten nebenan,
bringt alte Malschablonen,
sie sind schon sehr verbogen,
jedoch beim Drucken - das ist klar -
wird jedes Ei ganz wunderbar.

Frau Mümmelmann kommt angelaufen,
hat Marzipan im großen Haufen,
alle kneten dann geschwind -
Marzipaneier - wie von Lindt.

Die liebe kleine Oma Hase,
bringt viele Eier aus Schokolade.
In Glanzpapier - wie Seide so fein -
wickelt sie die Eier ein.
Diese darf man nicht vergessen,
sie werden allzeit gern` gegessen.

Ostermorgen - wie im Huckepack -
jeder Hase ein Körbchen hat -
darin liegen bunt bemalte Eier,
die Hasen verschenken sie zur Osterfeier.

Können Hasen Eier legen?

Zu Ostern sollte ein Hase
Eier legen ins Grase,
das sagte ihm ein junges Huhn,
solle aber ja nicht ruhn,
denn Hasen müssen Eier legen,
der lieben Kinderleinchen wegen.

Dem Hasen wurd' es jetzt zu bunt,
macht' es allen Hühnern kund,
daß Hasen keine Eier legen,
nur weil Menschen Bräuche hegen,
auch malen können Hasen nicht,
er bringe alles jetzt ans Licht;
denn jedes Jahr zur selben Zeit,
man nach Haseneiern schreit,
die aber nur die Hühner legen,
der lieben Kinderleinchen wegen.

Die Hühner konnten es kaum glauben,
daß Menschen ihre Eier rauben,
um dann allen noch zu sagen:
„Die Eier in Hasennestern lagen,
bemalen tun sie diese auch,
so sei es Osterhasenbrauch!“.

Das Oberhuhn fing an zu gackern,
der Hase konnte nur noch schlackern
mit seinen übergroßen Ohren,
wurd' vor langer Zeit geboren,
rief recht laut und sehr empört:
„Liebe Hühner, hört, hört, hört,
ich sage euch an dieser Stelle,
hört gut zu und werdet helle,
es ist ein Märchen aus alten Zeiten,
hier und auch in anderen Breiten,
daß die Hasen Eier legen,
wird so erzählt,
der lieben Kinderleinchen wegen!“

Lohn des Hasen
Ein Hase sagt zum andren Hasen,
ich mach das langsam nicht mehr mit,
die Menschen sind so aufgeblasen,
das ist doch zum davonzurasen,
wann hörn sie endlich auf damit.

Sie denken, wir könn Eier legen,
versuchen dazu anzuregen,
doch könn wir sie nicht mal verstecken,
das woll`n die Leute auch nicht checken,
man kann sie nicht dazu bewegen.

Wir wolln sie in dem Glauben lassen,
bevor sie uns noch richtig hassen,
denn ob wir legen oder nicht,
wir landen doch als Hauptgericht,
und werden diese Welt verlassen.

Denn Undank ist der Welten Lohn,
drum sage ich ganz ohne Hohn,
und könntest du auch Eier legen,
es lohnt sich gar nicht aufzuregen,
die Pfanne wär dein letzter Lohn.

Mein großes Osterei

Mein riesengroßes Osterei
ist wunderschön verpackt,
plötzlich - wie eine Zauberei,
hat es laut geknackt.

Ein Rascheln in dem Buntpapier,
das mit Schleifen fein geschmückt,
jetzt eingefallen, ganz ohne Zier,
bin traurig und sehr bedrückt.

Öffnete eifrig die feine Umhüllung -
nahm das zerbrochene Schokoladenei -
empfand eine glückliche Erfüllung -
beim Naschen der süßen Schleckerei.

Österlicher Widerstand

Österlicher Widerstand
Ein alter Hase und ein Huhn,
die wollten diese Nacht nicht ruh‘n,
wegen der Feier und dem Spott,
ihr widerstehen mit Komplott,
denn jedes Jahr zur gleichen Zeit
verkünden Leute weit und breit,
dass die Hasen Eier legen,
nicht die Hühner in Gehegen,
trotz der Menschen eitlem Wissen
haben sie kein schlecht‘ Gewissen,
beschwindeln Kleine und auch sich
mit bunten Eiern österlich.

Der weise Hase und das Huhn,
wollen dagegen etwas tun,
erfahren soll nun jedes Kind,
dass es doch Osterlügen sind,
ließen diese Zeilen schreiben,
um den Schwindel zu vertreiben.

Nun erfuhr auch der Hahn „Kalle“,
dass zu Ostern seine Dralle
keine Eier mehr legen will,
kräht verhalten oder ist still,
und der gute alte Hase
hüpft erfreut in Waldes Grase,
mit dem Wissen, es ist vorbei,
die Ostereierfeierei.

Oh, ein Osterei!

Oh, ein Osterei!
Heile, nicht entzwei.
Wer hat es verloren
am Ostermorgen?

Ist völlig intakt —
weil eingepackt
in Glanzpapier
mit Schleifenzier.

Hasen haben es bemerkt,
machten gleich kehrt,
wollen es holen,
auf leisen Sohlen.

Aufmerksam sie schauen,
mit wachsamen Augen,
aufgeregt sie sehen,
Kinder dort stehen.

Die tragen das Ei am Band,
halten es achtsam in der Hand —
die Hasen freudig lachten,
weil Osterfreude sie brachten.

Osterabend

Sacht vertröpfelt warmer Regen,
Junges Grün, wie haucht es Duft!
Und ein süßer Veilchensegen
Atmet in die Abendlust.

Hier und dorten Glockenklänge
Selig läutend aus dem Tal,
Und so licht die Bergeshänge
In dem ros`gen Abendstrahl.

Und ich meine, es begegnet
Mir der Herr voll Trost und Licht,
Daß er kehret, daß er segnet
Und das Brot des Lebens bricht.

Süßer Herr, o laß dich grüßen,
Bleibe du, verlaß uns nicht,
Laß uns lauschen, dir zu Füßen,
Unser Leben, unser Licht!

Daß es keimt und grünt im Herzen,
Blume licht an Blume sprießt,
Sich verklären alle Schmerzen,
Die durch deinen Schmerz versüßt!

Ostern, blühend Ostern werden
Laß es, Herr, in jeder Brust;
Wird es Abend dann auf Erden,
Gib des Himmels Osterlust!

Osterbitte

Komm, du helle Ostersonne,
Brich hervor mit deinem Glanz,
Füll mit hoher Luft und Wonne
Unser Herz und Leben ganz!

Laß dein Licht die Nacht durchdringen,
Die den Geist gefangen hält,
Daß wir neu empor uns schwingen
Aus dem dunklen Grab der Welt!

Treibe alles finstre Wesen
Aus der kranken Seele fort;
Laß sie gänzlich neu genesen,
Führ sie in den Friedensport!

Fröhlich laß uns wieder singen!
Nach der langen, bangen Nacht
Laßt uns Dank dem Schöpfer bringen,
Rühmen seine Wundermacht!

Ostereierei

Grüne Eier – Ostergras
braune Eier – Osterhas.
Gelbe Eier dort am Strauch
ist bei uns so Osterbrauch.

Eiersuche dann im Garten
Kinder können`s kaum erwarten.
Selbst bei Nachbar Meier
sind versteckt die bunten Eier.

In der Hand ein blaues Ei
ausgerutscht – da war es Brei.

Keiner will mehr weitersuchen
endlich gibt es Osterkuchen.
Alle kommen schnell herbei
Eieieieiei.

Gefärbte Eier in vielen Farben
jeder will davon was haben.
Hier ein Ei, dort ein Ei
O S T E R N
Gott sei Dank vorbei.

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Eurika2004@inbox.lv