Am Grabe meiner Mutter
Als du dem Lichte mich gegeben,
Umfing dich selbst die ew`ge Nacht;
Doch tief in meinem eig`nen Leben
Empfind` ich deiner Liebe Macht.
Wie aus des Keims verwesten Spalten
Ein Sprößling treibt mit grünem Laub,
So steh` ich mächtig festgehalten,
O Mutter, über deinem Staub!
Nie hat mir deines Auges Schimmer
Der Kindheit Dämmerung erhellt,
Und fremd und todt blieb mir für immer,
Was mir das Nächste auf der Welt.
Nie hat mich klar auf dunkeln Wegen
Dein jugendschönes Bild umschwebt,
Doch deines Opfertodes Segen,
Das Schöne ist`s, das in mir lebt.
Ein tödlich Glück, ein sel`ges Schmerzen,
Das einst das Herz der Mutter brach,
Verklärt wirkt`s in des Sohnes Herzen
Als Weihekraft der Dichtung nach.
Als du dem Lichte mich gegeben,
Umfing dich selbst die ew`ge Nacht;
Doch tief in meinem eig`nen Leben
Empfind` ich deiner Liebe Macht.
| An meine Mutter
Da bin ich wieder nach drei langen Jahren
Zum heimatlichen Herd zurückgekehrt!
Ein Sturm ist übers Haupt mir hingefahren,
Der tief mich aufgeschreckt, doch nicht verheert.
Ich will‘s vergessen, wenn ich kann — das Eine
Vergess ich nicht: wie ich vor all der Qual
Mit dir, o Mutter, hier beim Lampenscheine
Im selben Zimmer saß — zum letzten Mal.
Wir wußten‘s wohl, wir sehen nie uns wieder,
Du sprachst es aus und weintest nicht dazu: —
Verschleiert siehst du dort vom Rahmen nieder
Auf meine Unruh, du, ein Geist der Ruh.
Indeß das Leben unsanft mich geschüttelt,
Wie eine Eiche hin und her gezaust,
Hat lang‘ an deinem morschen Leib gerüttelt
Der Tod mit unerbittlich grimmer Faust.
Noch einmal laßt euch schaun, ihr teuern Züge,
Dies Antlitz, das gebleicht so manche Qual,
Die offne Stirne, ohne Falsch und Lüge,
Dies Auge, licht und sanft wie Mondenstrahl.
Und die gefurchten, abgehärmten Wangen,
Den Mund, der wie aus fernen Welten grüßt,
Geschwellt, als wie von sehnendem Verlangen,
Als hätt‘ er gern noch einmal mich geküßt!
Hier war es, wenn die Abendstunden kamen,
Wo du mir, nicht ohne Tränen, sprachst;
O Mutter, weinend ruf‘ ich deinen Namen!
Du treues Herz, daß du so ferne brachst!
Von Qual zermalmt mußt‘ ich am Boden kleben
Du ahntest nichts von meiner Seelenpein.
Vom Tod genas ich, du genas‘st vom Leben
Ich lebe wieder — mutterseelallein.
Im Nachglanz deines Geistes will ich sterben;
Die Fackel liegt am Boden, doch die Glut
Sie brennt nach oben noch. Zu neuem Leben
Am Grab der Mutter hol‘ ich neuen Mut. | Dank an Mutter
Hab` Dank liebe Mutter
für mein Leben,
das Du in jungen Jahren mir gegeben.
Hab` Dank für durchwachte Nächte
in der Kinderzeit,
für die Sorgen, die ich Dir bereit!
Hab` Dank, daß Du da warst,
wenn die Tränen flossen
oder kindliche Wutanfälle sich ergossen.
Hab` Dank, daß Du mein blutendes
Knie hast verbunden
und tröstend schlossest seelische Wunden.
Hab` Dank, daß ich auch später
oft sein durfte Dein Gast
und Du meine Lieblingsspeise gekocht hast.
Ich kann Dir nur zurückgeben
einen kleinen Teil,
damit Dein Leben werde ein wenig heil.
Jahre sind nämlich vergangen.
Du bis älter und sehr krank.
Wir haben Dich wenigstens noch. Gottseidank!
Ich will Dir heute am Muttertag
ganz herzlich "danke" sagen,
aber nicht nur heute, sondern an allen Tagen. |
Das Mutterauge
Mutteraug‘, in deiner Bläue
Möcht‘ ich all‘ mein Leben sehn,
Möchte schaun die Lieb‘ und Treue,
Die darin geschrieben stehn!
Mutteraug‘, an meiner Wiegen
Wachtest du oft stundenlang,
Sahst du mich im Schlummer liegen,
Eingelullt von süßem Sang.
Mutteraug‘, am Krankenbette
Flehtest du gar manche Nacht
Still zum Himmel, daß er rette
Mich, dein Kind, aus Todesmacht.
Mutteraug‘, und als ein Sehnen
In die Welt mich trieb hinaus,
Sah ich fließen deine Tränen,
Da ich Abschied nahm vom Haus.
Mutteraug‘, in diese Ferne
Sendest du noch deinen Strahl,
Möchtest schaun — o wie so gerne!
Noch dein Kind ein einzig Mal.
Mutteraug‘, ich kehre wieder,
Kehre bald zu dir zurück;
Schließe nicht die müden Lider,
Gönne mir noch manchen Blick!
Mutteraug‘, in deine Bläue
Laß mich all‘ mein Leben sehn,
Laß mich schaun die Lieb‘ und Treue,
Die darin geschrieben stehn! | Das Mutterherz
Ein Mutterherz! Nur wer es kennt,
Wer recht vom Grund es kennt,
Der weiß, was man verliert an ihm,
Weiß, was kein Schmerz benennt.
Von allen Herzen auf der Welt
Ist keines — keins so reich,
Ist keines — keins so liebevoll,
Ist keines — keins so weich!
Von allen Herzen auf der Welt
Ist keines — keins so stark,
Ist keines so unwandelbar,
Ist keines so voll Mark!
Von allen Herzen auf der Welt
Lebt es allein für dich!
Von allen Herzen auf der Welt
Vergisst‘s allein auch sich!
Das Herz der andern wird oft kühl
Und zweifelt oder bangt;
Des Freundes Herz lähmt Weltgewühl,
Es prüfet und verlangt.
Doch ewig treu und ewig fest
Bleibt dir das Mutterherz,
Bleibt dir, wenn Alles dich verlässt,
Bleibt dir in Lust und Schmerz. | Der Mutter
Wenn dein ich denk`, mir ist so eigen, zum Beten ist mir`s in der Brust,
Als ob die Engel niederneigen vom Sternenhimmel sich gemußt.
So ist`s dem Schiffer in den Wogen, wenn ihm der Stern zum Porte blinkt,
So ist`s dem Wandrer, fern gezogen, wenn ihm das Vaterhaus gewinkt.
Wenn dein ich denk`, deine Hände, die mich getragen, mich gehegt,
Dein liebes Herz, das ohne Ende sein Sinnen ganz um mich bewegt,
So weht wie fernes Glockenklingen ein Heimweh in mein tiefstes Herz,
So fühl` in`s Aug` ich Tränen dringen in wehem, meerestiefem Schmerz.
Und doch, wie`s Wehen weicher Schwingen umweht es meine Stirne heiß,
Und doch, so oft die Tränen dringen in`s Auge, küßt man weg sie leis;
Und eine Hand fühl` sorgsam legen in meine müde Hand ich still,
Und gleich dem Stern der Muttersegen in dunkler Nacht mich führen will.
So bin ich gut, so ruht im Herzen ein Frieden ohne Maß und Zeit,
So trag` ich selig Weh und Schmerzen entgegen einer Ewigkeit;
So ist`s dem Schiffer in den Wogen, wenn ihm der Stern zum Pforte blinkt,
So ist`s dem Wand`rer, fern gezogen, wenn`s Vaterhaus ihm endlich winkt. |
Der Muttertag
Unendlich im Leben
müßte es Muttertage geben -
fortlaufend die Mutter sorgt
stündlich, täglich immer fort.
Putzt, kocht, tröstet und wäscht,
auch am Feiertag oder Fest -
niemals ihre Hände ruh`n,
immer gibt es viel zu tun.
Sind die Kinder winzig klein
und nach ihrer Mutter schrei`n,
gibt sie einen herzlichen Trost,
durch schaukeln auf den Mutterschoß.
Große Kinder werden erleben,
haben sie Kummer oder ein Sehnen,
daß die Mutter hat parat -
für "Alles" einen guten Rat.
Sie wird zeigen den Lebensweg,
den später jedes Kind dann geht,
erfüllt liebevoll ihre Mutterpflicht -
e i n Muttertag, für wenig Anerkennung spricht. | Die Mutter mit dem Kinde
O steht das holde Pärchen,
So lieblich und so mild,
Verschwönernd eins das andre,
Der reinsten Liebe Bild;
Die Rose voll und blühend,
Die Knospe zart und lind,
Den Maitag mit dem Morgen,
Die Mutter mit dem Kind!
So war die schöne Mutter
Einst in der Jugend Mai,
Die Schönheit ist geblieben,
Die Jugend ist vorbei;
Doch einen treuen Spiegel,
Der stets an Glanz gewinnt,
Hält wonnig hier im Arme
Die Mutter mit dem Kind.
So wird nach tausend Wochen
Die schöne Tochter sein,
Der Mutter Herz verklärend
Mit Frühlingswiederschein!
Den Reiz, der von der Quelle
Kristallen weiter rinnt,
Ihr erblich Lehen, spiegelt
Die Mutter mit dem Kind.
„Blüh‘ auf, mein Kind! in Freuden,
Der Schmerz vergesse dich;
Doch denk‘ an dich die Liebe
So gnädig, wie an mich!
Bleib‘ immer Kind im Herzen,
Weil Kinder glücklich sind,
Dann fühlt sich überselig
Die Mutter mit dem Kind!”
Und wär‘ das Herz des Kindes
Empfänglich schon für Flehn,
Es würd‘ ins Aug‘ der Mutter,
Dann gegen Himmel sehn,
Und an den Arm sich schmiegend,
Der liebend es umspinnt,
Als leuchtend Vorbild grüßen
Die Mutter mit dem Kind.
Wo weilst du, Gatte, Vater,
Der sein dies Pärchen nennt?
Genieße froh des Himmels,
Den diese Welt schon kennt.
Umschlinge deine Schätze,
Dein Doppelangebind,
Dein Königreich, dein Alles:
Die Mutter mit dem Kind!
| Du, Mama
Du, Mama, sorgst mit mütterlicher Liebe
tagtäglich für unser frohes Kinderglück.
Darum herrscht bei uns so stiller Friede,
nur selten stören Streit und finstrer Blick.
Darum wollen wir dich heut beschenken
unsre ganze Liebe auf dich lenken!
Freudig komme ich und habe
dich furchtbar lieb, du Mutter mein.
Gerne bringe ich dir eine Gabe,
sie soll Beweis meiner Liebe sein!
Sicher weiß ich, daß dein Leben
von Gottes Engeln treu bewacht.
Denn all dein Leben, all dein Streben
hast du deiner Familie treu vermacht.
Gleich dem Frühling lache dir das Leben,
dir sollen nur Freud und Blumen blühn.
Ein ewig blauer Himmel möge dich umgeben
und keine düstren Wolken deine Stirn umziehn!
|
Liebe Mutter
Liebe Mutter, nun hab acht,
was ich dir als Geschenk gebracht.
Gewünscht hast du`s schon lange dir,
so nimm es freundlich an von mir,
es mag dir lieb und nützlich sein
und beim Gebrauch gedenke mein
Du hast Frühstück gemacht,
und trotz deiner Sorgen
mit uns gescherzt und gelacht.
So war es schon am Morgen.
Du hast und pünktlich geweckt,
und hättest schlafen können.
Du hast und Geld zugesteckt,
um uns zu verwöhnen.
Nicht nur am Muttertag
woll`n wir daran denken.
Wir wollen Tag für Tag
dir unsre Liebe schenken.
| Liebe Mutter
Im Herzen jung, im Alter weise,
manch guten Rat,
gabst Du mir leise.
Von klein auf pflegten mich deine Hände
gabst mir Trost und Liebe ohne Ende,
mit großen und mit kleinen Sorgen,
ging ich hin zu dir schon am Morgen,
du hattest immer ein offenes Ohr,
last mir Geschichten vor,
gabst mir Kraft und Mut,
Deine Nähe tut mir gut.
Oft hast Du geholfen mir.
Darum liebe Mutter dank ich Dir;
für all die Dinge und all die Fragen,
für die Mühe und all das Plagen. | Mütter haben 100 Hände
Mütter haben 100 Hände.
Sie sind immer da.
Und man braucht sie Tag für Tag,
selbst in Afrika.
Muß ich mal zum Zahnarzt gehen,
geht die Mutti mit.
Möchte ich den Zirkus sehen,
erfüllt sie meine Bitt`!
Bin ich krank, mißt sie mein Fieber,
streichelt mir das Haar.
Hab ich Mutti darum lieber
als im letzten Jahr?
Sie verzeiht mir meine Streiche
lächelnd. Und ich weiß:
Gäb`s für Mütter einen Orden,
kriegte sie den 1. Preis! |
Weil heut der Tag der Mutter ist
Weil heut der Tag der Mutter ist,
bring ich dir einen Strauß.
Komm, suche dir doch noch etwas
von meinem Spielzeug aus.
Ich schenke dir, was dir gefällt,
ist es mir noch so wert:
den Fußball und das Bilderbuch
und selbst mein Schaukelpferd.
Und wenn ich groß gewachsen bin
und Geld verdienen kann,
so kauf ich dir, mein Mütterlein,
das Allerbeste dann.
Ich kaufe dir dann Zuckerzeug
und Brezeln und Konfekt
und freue mich, mein Mütterlein,
wenn es dir herzlich schmeckt. | Zum Muttertag
Es ist ein Glück auf Erden
Eine Mama zu haben wie dich
Wie viele würden sich um dich reißen
Doch deine Wahl fiel auf mich
Ob in guten oder schlechten Tagen
Du hast immer Zeit für mich
Ein Mensch wie du so wunderbar
Könnte ich so würde ich dir
Die Sterne vom Himmel holen
Du bist das Wichtigste für mich
Ich danke dir für deine Liebe
Mein Herz würde brechen vor Schmerz
Müsste ich leben ohne dich | bitte helfen Sie Familien, die Hunger leiden |
Zum Muttertag - Zum Aufsagen -
Liebe Mutter ich bringe hier,
ein kleines Blumensträußchen dir,
sie duften zart und sind so fein,
ein Dankeschön soll es für dich sein.
Veilchen und Vergissmeinnicht,
zeigen ihr strahlendes Blütengesicht,
beide Blümchen hast du gerne -
leuchten ebenso wie Sterne.
Du bist die liebste Mutter mein,
es könnte gar nicht anders sein,
sage Glückwünsche zum Muttertag -
ich dich am allerliebsten mag. | Mutter
Mutter ist der schönste Name,
auf dem weiten Erdengrund.
Zärtlich, oft wird er gerufen,
leise aus der Kinder Mund.
Leise nur wird er gesprochen,
wenn bang und traurig ist das Herz.
Hilfesuchend, oft gerufen,
wenn Dich drückt die Not, der Schmerz.
Wenn die Mutter ist dann selber,
von der Arbeit müd und alt,
der Muttername bleibe heilig,
dann denk zurück und gib ihr Halt.
Behütet, beschützt ein Leben lang,
drum sag ich heut am Muttertag,
für Deine Güte und Treue,
hab Dank, hab Dank.
| Mutterfreude
Schlafe, süßer Knabe,
Mir am Busen ein.
Wohl mir, daß ich habe
Dich, mein Bübelein!
Unter diesem Herzen,
Bübchen, trug ich dich;
Hier an diesem Herzen,
Bübchen, saäug‘ ich dich.
Kühle Weste dringen
In den Busch hinein,
Kleine Vögel singen
Ihre Jungen ein.
Bübchen, es erschallet
Mein Gesang für dich;
Bübchen, es umwallet
Meine Locke dich.
In dem warmen Neste
Liegt das Vöglein weich,
In dem Schirm der Äste
Unterm Blütenzweig.
Sanfter Schlummer labe
Dich in meinem Arm;
Ruhe, süßer Knabe, |