Gedichte / Poems -> Ostergedichte


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Ostergruß

Am Bach, wo die Weidenkätzchen stehn.
Hab ich den Osterhas gesehn.
Er lief davon als er mich sah.
Ob er vor mir erschrocken war?

Plötzlich hab ich was entdeckt.
Was hat er nur hinter den Weiden versteckt?
Ein Körbchen voll Eier bunt und fein.
Die sollen für uns Kinder sein.

Osterhäschen im grünen Gras
vielen Dank für den schönen Osterspaß.

Ostereiersuchen

Was für eine Lauferei —
jedes Kind suchte ein Osterei,
hatten nur Veilchen entdeckt,
die der Frühling hat geweckt.

Doch dann — sie sahen Häschen,
mit weißen Schnuppernäschen,
die sausten um die Ecke —
kamen aus einem Verstecke.

Alle Kinder riefen: „Hurra!
Die Hasenfamilie, sie war da,
wir müssen uns ein wenig ducken,
Nester in den Büschen suchen.

Da, da und da unterm Geäst,
überall ein großes Osternest,
wir sammeln schnell die Eier ein,
bringen sie im Körbchen Heim.

Osterhäschen, groß und klein

Osterhäschen, groß und klein
tummeln sich am Wiesenrain,
müssen tanzen, hopsen, lachen
und mitunter Männchen machen.

Heute wollen wir noch springen
und den Kindern Eier bringen:
rote, gelbe, braune, graue,
bunte, grüne, himmelblaue.
Keiner kriegt was, der uns sieht:
Das ist unser Hasenlied.

Osterhäschen dort im Grase

...Osterhäschen dort im Grase
Wackelschwänzchen,Schnuppernase.
Mit den langen braunen Ohren
hat ein Osterei verloren.
Zwischen Blumen seh ich´s liegen
Osterhäschen kann ich´s kriegen?

Osterhäslein

Drunten an der Gartenmauer
hab' ich sehn das Häslein lauern.
eins, zwei, drei: legt's ein Ei,
lang wird's nimmer dauern.

Kinder, lasst uns niederducken!
Seht ihr's ängstlich um sich gucken?
Ei, da hüpft's und dort schlüpft's
durch die Mauerlucken.

Und nun sucht in allen Ecken,
wo die schönsten Eier stecken,
rot und blau, und grün und grau
und mit Marmorflecken.

bitte helfen Sie Familien, die Hunger leiden

Osterjubel

Jetzt ist der Himmel aufgetan,
jetzt hat er wahres Licht!
Jetzt schauet Gott uns wieder an
mit gnädigem Gesicht.
Jetzt scheinet die Sonne
der ewigen Wonne!
Jetzt lachen die Felder,
jetzt jauchzen die Wälder,
jetzt ist man voller Fröhlichkeit.

Jetzt ist die Welt voll Herrlichkeit
und voller Ruhm und Preis.
Jetzt ist die wahre, goldne Zeit
wie einst im Paradeis.
Drum lasset uns singen
mit Jauchzen und Klingen,
frohlocken und freuen;
Gott in der Höh sei Lob und Ehr.

Jesus, du Heiland aller Welt,
dir dank ich Tag und Nacht,
daß du dich hast zu uns gesellt
und diesen Jubel bracht.
Du hast uns befreiet,
die Erde erneuet,
den Himmel gesenket,
dich selbst uns geschenket,
dir, Jesus, sei Ehre und Preis.

Osterklang in allen Talen

Osterklang in allen Talen,
Osterklang in jeder Brust,
Blumenduft und Sonnenstrahlen
Bringen sel`ge Osterlust.

Alle Bäche müssen fließen,
Alle Blumen blühen weit,
Alle Glocken sollen grüßen
Durch die ganze Christenheit.

Tod und Leid sind Himmelsgaben,
Wer es nur zu fassen weiß;
Heute Stein und Blume haben
Wieder Sprache wunderleis.

In dem Himmel liegt die Erde,
Und das Leben liegt im Tod:
Daß ich ganz verkläret werde,
Naht die kurze Erdennot.

Glocken läutet in die Lüfte
Von der Erde himmelwärts;
Über Tod und über Grüfte
Schau` dein Ostern, selig Herz!

Osterlied

Osternacht, Osternacht,
Hast der Welt das Licht gebracht!
Da aus blutgen Grabgewanden
In der Früh der Herr erstanden,
Glühst du auf in Morgenpracht,
Osternacht! Osternacht!

Ostertag, Ostertag,
Wecke, was im Grabe lag!
Blumen sprossen, Quellen springen,
Kinder jubeln, Engel singen;
Jauchze, was noch jauchzen mag:
Ostertag! Ostertag!

Osterlicht, Osterlicht,
Das durch trübe Wolken bricht!
Silberschäfchen ziehn im Blauen,
Sonnenschein beglänzt die Auen;
Leucht auch mir ins Angesicht,
Osterlicht! Osterlicht!

Ostergrün, Ostergrün,
Brich aus tausend Ritzen kühn!
Schnee zerschmilzt in allen Ecken,
Goldnes Grün umsäumt die Hecken:
Hoffnung laß auf Gräbern blühn,
Ostergrün! Ostergrün!

Osterlust, Osterlust,
Leis gewürzt mit Veilchenduft!
Weckst mit deinem süßen Weben
Greise wieder neu ins Leben,
Zauberst Blumen aus der Gruft,
Osterlust! Osterlust!

Osterklang, Osterklang,
Glockenton und Lerchengesang!
Schwinge deine Silberflügel
Festlich über Tal und Hügel;
Tröstend geh die Welt entlang,
Osterklang! Osterklang!

Osterheld, Osterheld,
Siegreich kommst du aus dem Feld!
Jauchzend klingts in allen Landen:
Christ, der Herr, ist auferstanden;
Segnend wandle durch die Welt,
Osterheld! Osterheld!

Ostermontag

Wir sind so müd gegangen,
Zur Rüste geht das Licht!
Wenn Nacht uns will umfangen,
Herr, bleibe, scheide nicht!

Seit du dich uns gesellet
Und deine Stimme spricht,
Da war das Herz erhellet;
Herr, bleibe, scheide nicht!

Du Trost in allen Leiden,
Wenn Erdenhoffnung bricht,
Wenn grimme Feinde streiten,
Herr, bleibe, scheide nicht!

O kehre, wo wir kehren,
Ist unser Haus auch schlicht,
So mag`s doch rast bescheren;
Herr, bleibe, scheide nicht!

Und will das Auge brechen,
Wie`s matt im Tode bricht,
Soll noch die Lippe sprechen:
Herr, bleibe, scheide nicht!

Ostermorgen

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert' hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Wacht auf und rauscht durchs Tal,
ihr Bronnen,
und lobt den Herrn mit frohem Schall!
Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen,
ihr grünen Halm' und Läuber all!
Ihr Veilchen in den Waldesgründen,
ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot,
ihr sollt es alle mit verkünden:
Die Lieb ist stärker als der Tod.

Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,
die ihr im Winterschlafe säumt,
in dumpfen Lüften, dumpfen Schmerzen
ein gottentfremdet Dasein träumt.
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
wie Jugendhauch, o laßt sie ein!
Zerreißt wie Simson eure Bande,
und wie die Adler sollt ihr sein.

Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
gebrochen an den Gräbern steht,
ihr trüben Augen, die vor Tränen
ihr nicht des Frühlings Blüten seht,
ihr Grübler, die ihr fern verloren
traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,
wacht auf! Die Welt ist neugeboren,
hier ist ein Wunder, nehmt es an!

Ihr sollt euch all des Heiles freuen,
das über euch ergossen ward!
Es ist ein inniges Erneuen,
im Bild des Frühlings offenbart.
Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,
jung wird das Alte fern und nah.
Der Odem Gottes sprengt die Grüfte -
wacht auf ! Der Ostertag ist da.

Ostermorgen

Licht und blau der Ostermorgen,
Steigt vom Himmelszelt hernieder;
Wie da gleich die Vögel sorgen,
Horch! im ganzen Walde Lieder!

Über Wiesen, über Haiden
Liegt der Tau, wie Engelssegen,
Grün die Wipfel, in den Weiten
Pilger auf den Kirchenwegen.

Und die Glocken, wie sie klingen
Hier und dorten, aller Orten,
Wie sie süße Kunde bringen,
Daß dem Tod sein Tod geworden.

O, es ist kein Haus verborgen,
Keine Seele so verloren,
Jeder naht der Ostermorgen,
Kündend, daß sie gotterkoren.

Grüß` ihn, gleich demMorgenrote,
Das verscheucht die nächt`gen Sorgen!
Gottwillkommen, Himmelsbote,
Lichter, blauer Ostermorgen!

Ostern

Ja, der Winter ging zur Neige,
holder Frühling kommt herbei,
lieblich schwanken Birkenzweige,
und es glänzt das rote Ei.

Schimmernd wehn die Kirchenfahnen
bei der Glocken Feierklang,
und auf oft betretnen Bahnen
nimmt der Umzug seinen Gang.

Nach dem dumpfen Grabchorale
tönt das Auferstehungslied,
und empor im Himmelsstrahle
schwebt er, der am Kreuz verschied.

So zum schönsten der Symbole
wird das frohe Osterfest,
dass der Mensch sich Glauben hole,
wenn ihn Mut und Kraft verläßt.

Jedes Herz, das Leid getroffen,
fühlt von Anfang sich durchweht,
dass sein Sehnen und sein Hoffen
immer wieder aufersteht!

Ostern (1.)

Nun vorbei des Grabes Dunkel
Und der Sünde lange Nacht,
Ist mit gold`nem Lichtgefunkel
Schön der Ostertag erwacht.

Glaubtet ihr dahin die Sonne,
Weil sie flüchtig sank in Nacht?
Grab und Erde bebt in Wonne,
Da der Heiland auferwacht.

Tod und Leben, ja sie stritten
Einem wundersamen Streit;
Doch nun ist es ausgelitten,
Und das Leid war Herrlichkeit.

Angstdurchzuckt die Wächter beben,
Angstdurchzuckt der Juden Wahn,
Doch ein neues Frühlingsleben
Hebt von heut` auf Erden an.

Ist der Gärtner ja erstanden,
Er, der Himmelsgärtner mild:
Blumen blüh`n in allen Landen,
Da der Gnade Bronnen quillt.

Nicht gebrochen mehr an Grüften
Steht die Liebe da und klagt,
Wissend, daß nach Winterlüften
Uns ein Frühlingsostern tagt.

Unser Tod — ist er nicht Leben,
kehrte Ostern in uns ein?
Herr, in allem Sein und Streben
Soll es Ostern, Ostern sein!


Ostern (2.)
Lobt den Herrn, ihr Völker alle,
Ihr Geschlechter, lobt den Herrn,
Der aus düst`rer Grabeshalle
Heut` erstieg als Tagesstern!

Wessen Leben ist verborgen
Mit dem Herrn in süßem Leid,
Juble heut`, am Ostermorgen,
Denn es kommt auch seine Zeit!

Seine Zeit, wo Licht verkläret
Was auf Erden dunkel schien,
Wo der Frühling ewig währet,
Wie er`s heute schon für Ihn.

Auf, die Herzen! Nicht der Erde
Ist des Menschen bestes Sein,
Auf, die Herzen, daß uns werde
Ostermahles gold`ner Wein!

Lobt den Herrn, ihr Völker alle,
Ihr Geschlechter, lobt den Herrn,
Der aus düst`rer Grabeshalle
Heut` erstieg als Tagesstern!


Ostern (3.)
Nimmt nicht jedes Veilchen Teil
Jede Schlüsselblum` im Grunde,
Daß gekommen uns das Heil,
Daß der Herr erstand zur Stunde?

Grüner prangt das Wiesental,
Blauer ist der Himmel heute,
Gold`ner strahlt der Sonnenstrahl,
Da der Tod des Lebens Beute.

Und die Frühlingslust so mild
Und so klar die Frühlingswelle,
Alles eines Frühlings Bild,
Denn der Frühling hier zu Schwelle.

Wo die Geister nicht allein
Gottbegnadet, Go

Ostern naht

Laue Luft verbreitet sich auf Erden,
Frühling darf es endlich wieder werden.
Gänseblümchen zeigen ihre weißen Blüten stolz,
zartes Geäst wächst aus dem saftigen Holz.

Aus dem langen Winterschlaf erwacht,
geht der Igel auf Nahrungssuche jede Nacht.
Überall gedeihen kraftvoll Blätter und Blüten,
Vögel beginnen in ihren Nestern zu brüten.

Hummeln tummeln sich summend im üppigen Gras,
verdunstet ist nun das kalte Nass.
Leuchtend gelbe Kelche zieren die Osterglocken,
Kinder vergnügen sich auf der Wiese und frohlocken.

Die vielfältigsten Farben schmücken die Natur,
die uns beschert Glücksgefühle und Entspannung pur.
Vorbei ist nun die frostige Jahreszeit,
jetzt zeigt sich wieder das bunte Frühlingskleid.

Vogelstimmen hören wir ab und an,
wir lauschen der Lerche fröhlichem Gesang.
Das Osterfest ist nicht mehr weit,
es schenkt uns Freude und Heiterkeit.

Osternacht

Noch hält die Nacht
so still und eigen
ihre Schwingen über's Land
noch hüllt die Welt
sich in ein Schweigen
gehalten fest
von dunkler Hand.

Dämmern liegt noch
über Flur
und Schlaf noch
über'm Feld
doch zieht ein Lichtstrahl
seine Spur
vom Grab hinaus
zur Welt.

Ein Lichtstrahl ist's
der Staunen macht
viel heller als die Sonn'
Gottes Geist
dringt durch die Nacht:
Gott Vater
weckt den Sohn !

Osternacht

Hasen haben in der Osternacht,
bunte Eier in den Garten gebracht.
Bauten Nester aus weichem Gras,
hatten dabei einen riesigen Spaß.

In den hübschen neuen Bollerwagen,
haben sie vier rote Eier getragen,
die eingewickelten mit Glanzpapier,
platziert vor der Eingangstür.

Drei lagen hernach an der Gartenbank,
fünf getupfte neben der Laubenwand,
gestreifte im blühenden Tulpenbeet,
Marzipaneier - wo der Birnbaum steht.

Die Frühsonne hatte als erste entdeckt,
daß im Garten wurden Eier versteckt,
überall ein kleines Nest,
mit Eiern für das Osterfest.

Die Sonne schaute mit ihrem Schein,
freudig lachend in alle Fenster hinein,
lockte damit die Kinder aus dem Haus,
der Garten - er sah sehr festlich aus.

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