Der heilige Nikolaus
Horch, wer klopft?
Wer steht da vor der Tür?
Vielleicht der heilige Nikolaus -
Jetzt kommt er auch zu mir.
Nikolaus, ich grüße dich,
du kommst von weit, weit her,
Du hast gelebt vor langer Zeit,
warst immer gut, hört alle her!
Wir freuen uns und feiern nun,
es ist dein Ehrentag,
Nikolaus, o Nikolaus,
jedes Kind dich gerne mag. | Kleines Weihnachtsgedicht
Lieber, guter Weihnachtsmann,
schau mich kleinen Knirps hier an.
Gib mir ´nen Apfel und ´ne Nuss,
weil ich doch noch wachsen muss. | Am Nikolaus-Abend
Gestern Abend, etwa um acht,
da lag ich im Bett und hab mir gedacht:
"Heut schlaf ich nicht,
zieh lieber die Bettdecke vors Gesicht
und blinzele vorsichtig durch einen Schlitz."
Ich war schon ganz hibbelig,
so richtig kribbelig
vom langen Warten.
Da geht auf einmal die Türe auf
und herein kommt verstohlen,
auf leisen Sohlen
jemand geschlichen.
Legt auf den Teller was drauf,
husch, husch -
und ist schon entwichen.
Alles war dunkel im Zimmer,
kein bisschen Schimmer,
kein Lampenschein drang herein.
Ich guckte mir fast die Augen aus,
war er's nun wirklich, der Nikolaus?
Verflixt!
Jetzt weiß ich ein ganzes Jahr
wieder nicht, ob es der Nikolaus war. |
Wann fängt Weihnachten an?
Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute bei dem Stummen verweilt
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn das Leise laut wird und das Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkeln ein winziges Licht
Geborgenheit und helles Leben verspricht,
dann, ja dann,
fängt Weihnachten an! | Der Weihnachtsmann macht Pause
Der Weihnachtsmann sagt: Bitte sehr,
jetzt schlepp ich keine Säcke mehr.
Ich geh jetzt in den Winterwald
und ist es dort auch bitterkalt.
Da bleib ich dann das ganze Jahr,
vergess' euch nicht, das ist doch klar.
Habe voll mein großes Säckchen
mit vielen bunten tollen Päckchen.
Und wollt ihr mich besuchen bald,
dann kommt doch in den Winterwald
und bringt ne Knoblauchpizza mit,
denn auf die hab ich jetzt Appetit.
Dann machen wir im Glitzerschnee
eine Schlittschuhbahn quer über'n See.
Und wenn ihr geht nach hause dann,
sagt 'nen schönen Gruß vom Weihnachtsmann. | Weihnachten
Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh' ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil'ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt's wie wunderbares Singen -
O du gnadenreiche Zeit! |
Weihnachten
Stille Nacht, heilige Nacht...
hast du wirklich gedacht,
Weihnachten ist,
was du rund um dich siehst?
Such nicht draußen den Sinn,
Weihnachten ist
in dir drin. | Weihnachtszeit
Glitzernd, auf glasklarem Eise
spiegelt Mondschein kühl sein Licht.
Flocken fallen, sanft und leise,
auf ganz wundersame Weise,
in des Winters Angesicht.
Durch die Stille tönt ein Klingen,
lieblich, in der kalten Nacht.
Engel heben an zu singen,
Lieder, die das Herz durchdringen,
und der Mond hält schweigend Wacht. | Weihnachtsvorbereitungen
Was für eine weiße Pracht,
Schnee liegt auf dem Dach.
Auf der Straße ist viel Verkehr.
Die Leute tragen Christbäume, Päckchen und noch mehr!
Das Christkind schmückt den Baum zuhaus.
Mit goldnen Schleifen, sieht das nicht toll aus?
Die Kinder schauen durchs Schlüsselloch,
das Christkind, das sieht es doch. |
Weihnachtszeit
Glitzernd, auf glasklarem Eise
spiegelt Mondschein kühl sein Licht.
Flocken fallen, sanft und leise,
auf ganz wundersame Weise,
in des Winters Angesicht.
Durch die Stille tönt ein Klingen,
lieblich, in der kalten Nacht.
Engel heben an zu singen,
Lieder, die das Herz durchdringen,
und der Mond hält schweigend Wacht. | bitte helfen Sie Familien, die Hunger leiden | Die Weihnachtsmaus
Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
(sogar für die Gelehrten),
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.
Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.
Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.
Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.
Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.
Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.
Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck'ren Dingen.
Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!
Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!
Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!
Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.
Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus, -
bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bisschen!
Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen. |
Tannenbaum im Wald
Draußen wird es bitterkalt.
Frierend stapf ich durch den Wald.
Unberührt unschuldig weiß
leuchtet eine kahle Schneis.
Früher stand der Kindertraum,
als ein grüner Tannenbaum
auf dem großen weißen Platz.
Dieser, nun als Weihnachtsschatz,
fehlt mir ungeheuerlich.
Jedes Jahr, gar feierlich,
ging ich Heilig Abend fort;
weg von meinem Heimatort.
Eilte schnell zu meinem Baum,
der, für mich, mein Weihnachtstraum.
Zündete ein Lichtlein an.
Dort ward mein Gebet getan.
Mitten in dem friedlich Wald
wurde mir nur selten kalt.
Diesmal jedoch fehlet er.
Heilig Abend ist nun leer.
Traurig trotte ich zurück
weinend um verlor´nes Glück.
Liebes Christkind, sag warum
sind die Leute gar so dumm?
Morden meinen Tannenbaum,
töten meinen Weihnachtstraum. | Die Nacht vor dem Heiligen Abend
Die Nacht vor dem Heiligen Abend
da liegen die Kinder im Traum.
Sie Träumen von schönen Sachen
und von dem Weihnachtsbaum.
Und während sie schlafen und träumen
wird es am Himmel klar
und durch den Himmel fliegen
drei Engel wunderbar.
Sie tragen ein holdes Kindlein,
das ist der heilige Christ.
Es ist so fromm und freundlich
wie keins auf Erden ist.
Und während es über die Dächer
still durch den Himmel fliegt,
schaut es in jedes Bettlein,
wo nur ein Kindlein liegt.
Und freut sich über alle,
die fromm und freundlich sind,
denn solche liebt von Herzen
das himmlische Kind.
Heut schlafen noch die Kinder
und sehen es im Traum,
doch morgen tanzen und springen sie
um den Weihnachtsbaum. | Christkind im Walde
Christkind kam in den Winterwald,
der Schnee war weiß, der Schnee war kalt.
Doch als das heil'ge Kind erschien,
fing's an, im Winterwald zu blühn.
Christkindlein trat zum Apfelbaum,
erweckt ihn aus dem Wintertraum.
"Schenk Äpfel süß, schenk Äpfel zart,
schenk Äpfel mir von aller Art!"
Der Apfelbaum, er rüttelt sich,
der Apfelbaum, er schüttelt sich.
Da regnet's Äpfel ringsumher;
Christkindlein's Taschen wurden schwer.
Die süßen Früchte alle nahm's,
und so zu den Menschen kam's.
Nun, holde Mäulchen, kommt, verzehrt,
was euch Christkindlein hat beschert! |
An den Weihnachtsmann
Lieber Weihnachtsmann, komm rein zu mir,
ein schönes Liedlein sing' ich dir.
Du kommst von so weit her gegangen,
die Weihnacht hat schon angefangen.
So wärme dich in unserm Zimmer,
doch bleiben kannst du nicht für immer.
Andere Kinder wollen dich noch sehen,
ach, leider musst du wieder gehen.
Lass ein paar schöne Sachen,
die mir viel Freude machen,
bei mir und schenke recht viel Freude,
auch an die anderen lieben Leute. | Kleiner Mann
Kleiner Mann wird jetzt ganz groß,
denn jetzt geht die Schule los.
Lerne Rechnen, Schreiben, Lesen
und was über Rechnungswesen.
Und wenn du hast dein Abitur,
sind wir alle wieder hier! | Die Schule fängt
Die Schule fängt an,
auch für dich,
denk immer daran,
einfach wird's nicht.
Doch auch nicht so schwer,
wie viele schnell sagen,
du kannst ja viel mehr,
und vor allem auch fragen! |