Gedichte / Poems


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Ich habe dich so lieb

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
eine Kachel aus meinem Ofen schenken.
Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
leuchtet der Ginster so gut.
Vorbei - verjährt -
doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
ist leise.

Die Zeit entstellt alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.
Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache in einem Sieb.
Ich habe dich so lieb.

Sie ruft ihn in ihren Garten

Komm, Liebster, komm in deinen Garten,
Auf daß die Früchte besser arten.
Komm in meines Herzens Schrein,
Komm, o Jesu, komm herein.

Komm, bring zurechte, was zerstreuet,
Und setz es ein, damits gedeihet.
Komm, du edler Gärtner, du,
Richts nach deinem Willen zu,

Wenn du hereinkommst, wahre Sonne,
So steht der Garten voller Wonne.
Alle Blumen tun sich auf,
Wenn sie spüren deinen Lauf.

Was vor verstockt war und erfrorn,
Das lebt dann und ist neugeborn,
Was verdorret war im Fluch,
Gibet himmlischen Geruch.

Komm, laß deins Herzens Wasser springen
Und durch des meinen Erde dringen.
Deiner offnen Wunden Saft
Gebe mir zum Grünen Kraft.

Dein Haupt von Dornen ganz zerrissen,
Laß alles Blut herunter fließen.
Deines Angesichtes Schweiß
Mache mich zum Paradeis.

So werd ich schön und herrlich grünen
Und dir zur Lust und Freude dienen,
Und mein Herze wird so fein
Dein gewünschter Garten sein.

Liebesblicke

Deine Augen, unergründlich und schön,
blicken mich an voller Liebe,
manchmal jedoch so fragend,
zweifelst Du an mir?

Meine Augen, für Dich lesbar wie ein Buch,
suchen Dich, finden Dich
und umfangen Dich, wie meine Arme,
die immer für Dich offen sind.

Wenn unsere Blicke sich treffen,
weiß ich, daß wir uns nie belügen werden,
denn wir lieben uns, und Zweifel darf es keine geben,
denn sie würden Deine wunderschönen Augen töten.

Liebesgarten

Die Liebe ist ein Rosenstrauch.
Wo blüht er, wo blüht er?
Ei nun, in unserm Garten,
Darin wir zwei, mein Lieb und ich,
getreulich seiner warten,
Wofür er uns aus Dankbarkeit
Alltäglich neue Blumen streut.
Und wenn im Himmel Rosen blühn,
Sie können doch nicht schöner blühn.


Nelken

Ich wand ein Sträußchen morgens früh,
Das ich der Liebsten schickte;
Nicht ließ ich sagen ihr, von wem
Und wer die Blumen pflückte.

Doch als ich abends kam zum Tanz
Und tat verstohlen und sachte,
Da trug sie die Nelken am Busenlatz
Und schaute mich an und lachte.

Sehnsucht nach Dir

Sehnsucht nach Dir
An unbeschwerte Jugendzeit
denk ich sehr oft zurück,
Gedanken - sie begleiten mich -
an unser junges Glück.
Der erste Kuss hat es erzeugt:
das Kribbeln in dem Bauch.
Hast meine Hand verliebt gedrückt …
/Erinnerst Du Dich auch?/
Auf allen Wegen Hand in Hand,
wollt’ Dir nur nahe sein.
Heimliche Liebe in der Nacht,
im Feld bei Sonnenschein.
Und später als Erwachsene
vollzogen wir den Brauch:
Verliebt, verlobt, verheiratet …
/Sehnst Du zurück Dich auch?/
Das Band der Liebe hält uns fest;
nichts konnte uns entzwei’n.
Zerreißproben bestand es gut,
riss es auch mehrmals ein.
Ich bin so froh, dass ich dich traf,
Du bist mein Lebenshauch.
So frage ich Dich atemlos:
/„Vermisst Du mich nicht auch?“/

Vielleicht liebst Du die Reichen

Vielleicht liebst Du die Reichen,
dann liebe nich mich, es gibt welche,
die sind viel reicher als ich.

Vielleicht liebst Du die Guten
dann liebe nicht mich, es gibt welche,
die sind viel besser als ich.

Vielleicht liebst Du die Schönen,
dann liebe nicht michm es gibt welche,
die sind viel schöner als ich.

Bestimmt liebst Du die Liebe,
dann liebe mich, denn ich glaube,
es gibt keinen anderen,
der Dich so liebt wie ich.

Was bedeuten gelbe Rosen?

Was bedeuten gelbe Rosen?
Liebe die mit Ärger kämpft,
Ärger der die Liebe dämpft,
Lieben und sich dabei erbosen.

Will das Glück nach seinem Sinn

Zum Geburtstag

Will das Glück nach seinem Sinn
Dir was Gutes schenken,
Sage Dank und nimm es hin,
Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,
Doch vor allen Dingen:
Das, worum Du Dich bemühst
Möge Dir gelingen.

Am Grabe meiner Mutter

Als du dem Lichte mich gegeben,
Umfing dich selbst die ew`ge Nacht;
Doch tief in meinem eig`nen Leben
Empfind` ich deiner Liebe Macht.

Wie aus des Keims verwesten Spalten
Ein Sprößling treibt mit grünem Laub,
So steh` ich mächtig festgehalten,
O Mutter, über deinem Staub!

Nie hat mir deines Auges Schimmer
Der Kindheit Dämmerung erhellt,
Und fremd und todt blieb mir für immer,
Was mir das Nächste auf der Welt.

Nie hat mich klar auf dunkeln Wegen
Dein jugendschönes Bild umschwebt,
Doch deines Opfertodes Segen,
Das Schöne ist`s, das in mir lebt.

Ein tödlich Glück, ein sel`ges Schmerzen,
Das einst das Herz der Mutter brach,
Verklärt wirkt`s in des Sohnes Herzen
Als Weihekraft der Dichtung nach.

Als du dem Lichte mich gegeben,
Umfing dich selbst die ew`ge Nacht;
Doch tief in meinem eig`nen Leben
Empfind` ich deiner Liebe Macht.

An meine Mutter

Da bin ich wieder nach drei langen Jahren
Zum heimatlichen Herd zurückgekehrt!
Ein Sturm ist übers Haupt mir hingefahren,
Der tief mich aufgeschreckt, doch nicht verheert.

Ich will‘s vergessen, wenn ich kann — das Eine
Vergess ich nicht: wie ich vor all der Qual
Mit dir, o Mutter, hier beim Lampenscheine
Im selben Zimmer saß — zum letzten Mal.

Wir wußten‘s wohl, wir sehen nie uns wieder,
Du sprachst es aus und weintest nicht dazu: —
Verschleiert siehst du dort vom Rahmen nieder
Auf meine Unruh, du, ein Geist der Ruh.

Indeß das Leben unsanft mich geschüttelt,
Wie eine Eiche hin und her gezaust,
Hat lang‘ an deinem morschen Leib gerüttelt
Der Tod mit unerbittlich grimmer Faust.

Noch einmal laßt euch schaun, ihr teuern Züge,
Dies Antlitz, das gebleicht so manche Qual,
Die offne Stirne, ohne Falsch und Lüge,
Dies Auge, licht und sanft wie Mondenstrahl.

Und die gefurchten, abgehärmten Wangen,
Den Mund, der wie aus fernen Welten grüßt,
Geschwellt, als wie von sehnendem Verlangen,
Als hätt‘ er gern noch einmal mich geküßt!

Hier war es, wenn die Abendstunden kamen,
Wo du mir, nicht ohne Tränen, sprachst;
O Mutter, weinend ruf‘ ich deinen Namen!
Du treues Herz, daß du so ferne brachst!

Von Qual zermalmt mußt‘ ich am Boden kleben
Du ahntest nichts von meiner Seelenpein.
Vom Tod genas ich, du genas‘st vom Leben
Ich lebe wieder — mutterseelallein.

Im Nachglanz deines Geistes will ich sterben;
Die Fackel liegt am Boden, doch die Glut
Sie brennt nach oben noch. Zu neuem Leben
Am Grab der Mutter hol‘ ich neuen Mut.

Dank an Mutter

Hab` Dank liebe Mutter
für mein Leben,
das Du in jungen Jahren mir gegeben.

Hab` Dank für durchwachte Nächte
in der Kinderzeit,
für die Sorgen, die ich Dir bereit!

Hab` Dank, daß Du da warst,
wenn die Tränen flossen
oder kindliche Wutanfälle sich ergossen.

Hab` Dank, daß Du mein blutendes
Knie hast verbunden
und tröstend schlossest seelische Wunden.

Hab` Dank, daß ich auch später
oft sein durfte Dein Gast
und Du meine Lieblingsspeise gekocht hast.

Ich kann Dir nur zurückgeben
einen kleinen Teil,
damit Dein Leben werde ein wenig heil.

Jahre sind nämlich vergangen.
Du bis älter und sehr krank.
Wir haben Dich wenigstens noch. Gottseidank!

Ich will Dir heute am Muttertag
ganz herzlich "danke" sagen,
aber nicht nur heute, sondern an allen Tagen.

Das Mutterauge

Mutteraug‘, in deiner Bläue
Möcht‘ ich all‘ mein Leben sehn,
Möchte schaun die Lieb‘ und Treue,
Die darin geschrieben stehn!

Mutteraug‘, an meiner Wiegen
Wachtest du oft stundenlang,
Sahst du mich im Schlummer liegen,
Eingelullt von süßem Sang.

Mutteraug‘, am Krankenbette
Flehtest du gar manche Nacht
Still zum Himmel, daß er rette
Mich, dein Kind, aus Todesmacht.

Mutteraug‘, und als ein Sehnen
In die Welt mich trieb hinaus,
Sah ich fließen deine Tränen,
Da ich Abschied nahm vom Haus.

Mutteraug‘, in diese Ferne
Sendest du noch deinen Strahl,
Möchtest schaun — o wie so gerne!
Noch dein Kind ein einzig Mal.

Mutteraug‘, ich kehre wieder,
Kehre bald zu dir zurück;
Schließe nicht die müden Lider,
Gönne mir noch manchen Blick!

Mutteraug‘, in deine Bläue
Laß mich all‘ mein Leben sehn,
Laß mich schaun die Lieb‘ und Treue,
Die darin geschrieben stehn!

Das Mutterherz

Ein Mutterherz! Nur wer es kennt,
Wer recht vom Grund es kennt,
Der weiß, was man verliert an ihm,
Weiß, was kein Schmerz benennt.

Von allen Herzen auf der Welt
Ist keines — keins so reich,
Ist keines — keins so liebevoll,
Ist keines — keins so weich!

Von allen Herzen auf der Welt
Ist keines — keins so stark,
Ist keines so unwandelbar,
Ist keines so voll Mark!

Von allen Herzen auf der Welt
Lebt es allein für dich!
Von allen Herzen auf der Welt
Vergisst‘s allein auch sich!

Das Herz der andern wird oft kühl
Und zweifelt oder bangt;
Des Freundes Herz lähmt Weltgewühl,
Es prüfet und verlangt.

Doch ewig treu und ewig fest
Bleibt dir das Mutterherz,
Bleibt dir, wenn Alles dich verlässt,
Bleibt dir in Lust und Schmerz.

bitte helfen Sie Familien, die Hunger leiden

Der Muttertag

Unendlich im Leben
müßte es Muttertage geben -
fortlaufend die Mutter sorgt
stündlich, täglich immer fort.

Putzt, kocht, tröstet und wäscht,
auch am Feiertag oder Fest -
niemals ihre Hände ruh`n,
immer gibt es viel zu tun.

Sind die Kinder winzig klein
und nach ihrer Mutter schrei`n,
gibt sie einen herzlichen Trost,
durch schaukeln auf den Mutterschoß.

Große Kinder werden erleben,
haben sie Kummer oder ein Sehnen,
daß die Mutter hat parat -
für "Alles" einen guten Rat.

Sie wird zeigen den Lebensweg,
den später jedes Kind dann geht,
erfüllt liebevoll ihre Mutterpflicht -
e i n Muttertag, für wenig Anerkennung spricht.

Die Mutter mit dem Kinde

O steht das holde Pärchen,
So lieblich und so mild,
Verschwönernd eins das andre,
Der reinsten Liebe Bild;
Die Rose voll und blühend,
Die Knospe zart und lind,
Den Maitag mit dem Morgen,
Die Mutter mit dem Kind!

So war die schöne Mutter
Einst in der Jugend Mai,
Die Schönheit ist geblieben,
Die Jugend ist vorbei;
Doch einen treuen Spiegel,
Der stets an Glanz gewinnt,
Hält wonnig hier im Arme
Die Mutter mit dem Kind.

So wird nach tausend Wochen
Die schöne Tochter sein,
Der Mutter Herz verklärend
Mit Frühlingswiederschein!
Den Reiz, der von der Quelle
Kristallen weiter rinnt,
Ihr erblich Lehen, spiegelt
Die Mutter mit dem Kind.

„Blüh‘ auf, mein Kind! in Freuden,
Der Schmerz vergesse dich;
Doch denk‘ an dich die Liebe
So gnädig, wie an mich!
Bleib‘ immer Kind im Herzen,
Weil Kinder glücklich sind,
Dann fühlt sich überselig
Die Mutter mit dem Kind!”

Und wär‘ das Herz des Kindes
Empfänglich schon für Flehn,
Es würd‘ ins Aug‘ der Mutter,
Dann gegen Himmel sehn,
Und an den Arm sich schmiegend,
Der liebend es umspinnt,
Als leuchtend Vorbild grüßen
Die Mutter mit dem Kind.

Wo weilst du, Gatte, Vater,
Der sein dies Pärchen nennt?
Genieße froh des Himmels,
Den diese Welt schon kennt.
Umschlinge deine Schätze,
Dein Doppelangebind,
Dein Königreich, dein Alles:
Die Mutter mit dem Kind!

Du, Mama

Du, Mama, sorgst mit mütterlicher Liebe
tagtäglich für unser frohes Kinderglück.

Darum herrscht bei uns so stiller Friede,
nur selten stören Streit und finstrer Blick.
Darum wollen wir dich heut beschenken
unsre ganze Liebe auf dich lenken!

Freudig komme ich und habe
dich furchtbar lieb, du Mutter mein.

Gerne bringe ich dir eine Gabe,
sie soll Beweis meiner Liebe sein!
Sicher weiß ich, daß dein Leben
von Gottes Engeln treu bewacht.

Denn all dein Leben, all dein Streben
hast du deiner Familie treu vermacht.

Gleich dem Frühling lache dir das Leben,
dir sollen nur Freud und Blumen blühn.

Ein ewig blauer Himmel möge dich umgeben
und keine düstren Wolken deine Stirn umziehn!

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Eurika2004@inbox.lv